redlos,
Adj.
1.
›sprachlos, stumm‹;
zu
1
3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (Adj.) 2, , 2.

Belegblock:

Matthaei, Minner. I, (Hs. ˹
nalem.
,
1459
˺):
sie erschrack und ward gefar | röt als ain gluͦgender zunder | und redlöß von dem wunder.
Also die frow die red beschloß. | mit zehern sie iren lib begoß, | das sie ain wil ward red löß.
2.
›einspruchslos, sprachohnmächtig, widerspruchslos‹;
vgl.
1
10.
Phraseme:
etwas redlos bleiben / etw. redlos liegen lassen
›etw. ohne weitere Ansprüche, ohne Widerspruch akzeptieren‹.

Belegblock:

Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
so dann der rath, innungen und gemeinheit vor die pfenner bitten wurden, so solte mein herr das stuckle umb den abetragk ane wegerunge gantz redeloss lassen bleiben.
Rwb (dort vor allem
nd.
Belege).