raspen,
V.
1.
›(etw.) zusammensammeln, zusammenraffen; einsammeln‹; speziell: ›(Erde) zusammenscharren, zusammenhäufen‹; ›(eine Blume) pflücken‹.Syntagmen:
etw
. (z. B. die asche / blume
) r., etw
. [wohin] (z. B. heller / münzen / pfenninge in den beutel, erde über etw., das dekbet zu sich, viele werke zu haufen
), [wie] (z. B. das geld mit der hand
) r
.Wortbildungen:
raspe
raspeln
Belegblock:
das ich diese Synonyma (so ich dann etwan vor zwoͤlff [...] jaren allenthalben her zu hauff geraspelt) [...] vermehrt [...] ṽn also endtlich durch den druck [...] hab lassen publicieren.
Etlich die gantze Welt durch wandern, | Raspeln der Leut Gelt, Gut vnd hab | Mit jrem Sack vnd Bettelstab.
Da nu der mynnen raspe | Mich so gentzlich uber wuͤhs.
Das [Mancherley müntz, häller und pfennig] raspt ich in den beutel mein | Und war auch nit lang reich darbey.
Schweiz. Id. f.;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 225
.2.
›feilen, etw. mit einer Feile bearbeiten‹.Belegblock:
[Auch soltu] all grobheitt vonn ym schlichten, | [...] | wo das nit schlichten kan din fruntlichs schaben, | so macht du mit bescheide | die raspen etwas herter lassen draben.
raspe / ein grobe Feyl [...]. rapsen / mit der raspen druͤberfahren / oder Feylen.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
145, 13
; ‒
Vgl. ferner s. v. .