v. Ingen, Zesen Rosenw.
94, 5
(
Hamburg
1646
):
Du / Liebe / lehrest jederman | [...] | wie er die schriften lesen kan.
Pfefferl, Weigel. Ges.
27, 11
(
Hamburg
1646
):
gleich wie die Engel im Himmel das innere buch ihres Herzens lesen.
ist kundt vndt offenbar an den Gelerten, daß sie ihnen selber nimmermehr mögen den Glauben lesen.
Erkennen, das Christus ist der rechte Brieff, [...], darinnen wir lesen, Lernen in sehen.
di Juden, die do dy schriefft lasßen und verstanden, sein dennoch nicht zw im kumen.
Wer nu Christus leiden recht lesen wil.
es sind doch ja nicht Lesewort, [...], Sondern eitel Lebewort drinnen [jnn der ... schrifft].
Da hoͤrestu eine verstendliche rede, nach der Grammatica oder lesebuchstaben.
Wer aber des lesens leufftig und fertig ist, der leufft uber hin, fasset den synn, ungeacht, ob er etliche buchstaben oder wort nicht eigentlich ansihet, Ehe der ander ein wort buchstabet, hat er den gantzen brieff ausgelesen.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
554, 1487
(
Magdeb.
1608
):
Wie wir auch selbst hoͤren vnd lesen / | Das Alexander des sinns gewesen / | Als er wolt bezwingen die Welt.
Toeppen, Ständetage Preußen
3, 500, 26
(
preuß.
,
1452
):
Och zo weys ew. gn. woͤl, das ich nicht selben schreiben noch leszen kan.
[Thonius] und ich schigkten einmal in die cantzley nach dem registrant und lassen die copei.
Men leist, dat hie vurmals ein man | zein dusenden den sege ane gewan.
Steer, W. v. Herrenb. Büchl.
132
(
pfälz.
,
1436
):
Dauon wer geleret werden wil, der lese jnnerlichen jn dem obgenanten liecht.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501ff.
):
ßo man lißet uberall, | das nymmandes vorsuchen sal | synen schepper!
Küther, UB Frauensee
177, 36
(
thür.
,
1390
):
[Wir] bekennen offinlich an dysim brıͤfe alle den, dyͤ in sehen hoͤrin adir lesin, daz [...].
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Bautzen
1567
):
Soͤlch Creutz billich zu preisen ist, | Doran man Gotts geheimnus list.
Nach dem ich von dem 5ten Jahr an / in dem ich allbereit lesen koͤnnen / durch stete lesung so Geist ⸗so Weltlicher Historien [...] erkand.
Gille u. a., M. Beheim
82, 494
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Man liset nit kainen puchstab, | das Kristus ye gelachet hab, [...] | [...] | der sin ist aber neuten | Zu mainen noch zu lesen nach | dem puchstaben dez gsanges.
Lest den priff noch dem sin, ich hab geeilt.
Darumb sehe ein jeglicher, der do Doctor Martin Luthers bücher list, wie sein lehr so klar durchsichtig ist.
Rieder, Gottesfr.
(
els.
,
1377
):
so ist die geschrift gar úbele zuͦ lesende
(›zu entziffern‹).
Roloff, Brant. Tsp. Widmung
50
(
Straßb.
1554
):
Dieweil nun [...] auch die materi lustig ist zuͦ lesen.
Dann ob sie gleich die kinder auff schreiben / rechnen und lesen wol abrichten [...].
Grammatica, die kunst recht vnd wol lesen / schreiben / reden oder außsprechen.
Behrend, Spangenb. Anbindbr.
(
Straßb.
1611
):
daß solche FangBrieffe / von vielen gelesen worden.
Bachmann u. a., Volksb.
(
alem.
,
15. Jh.
):
Wie die mit einandren strittend, daz fint man in dem lesen des wirdigen ritters Sant Wilhelms ouch hernach an disem buoch.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
dis drie tugend die wir an únserm herren sollent lesen, den antwúrtent dri ander tugent die an der sele sont sin.
Schmidt, Rud. v. Biberach
73, 3
(
whalem.
,
1345
/
60
):
want er heisset in latinscher zungen in tellectus, want er inwendig list vnd merket.
lesen / eine Schrifft vbersehen.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
etlich können die siben tagzeit nit petten noch singen noch lesen.
Sappler, H. Kaufringer
26, 136
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
gedultigkait in leiden ist | grösser vil, als man da list.
Kohler, Ickelsamer. Gram.
(wohl ˹
Augsb.
1. Dr. 16. Jh.
˺):
das es die besten [...] stuck der Grammatic handelt. Naͤmlich den verstand der Buchstaben, des lesens vnd der Teütschen woͤrter.
Es ist [...] kau͂ ain werck od. creatur auf erden, die zugleich zu Gottes ehr [...] mehr gebraucht würdt, dan die lesekunst.
das mich Gott über dises sein ampt setzen wolt, das lesewerck zugebrauchen.
will ich dauon auch ain wenig sage, vnd nit mehr dan souil zum teütschen lesen gehoͤrt.
Damit dises buͤchlin auch ein schul oder leßbuͤchlin moͤg sein.
Schorer, Sprachposaun
43, 5
(o. O.
1648
):
wiewol er nicht lesen oder verstehen kunte / was dessen Jnhalt seyn moͤchte.
Klein, Oswald
98, 3
(
oobd.
,
1430
):
für alles, das ich hör, sich, lis, | mit gütem herzen freust du mich.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
159, 7
(
moobd.
,
1473
/
8
):
ich thät, was ir mich hiesset – | und solt man mir’s ymmer für laster lesen!
Es ist nichts dan nur leswerk, g’swäz, träum, schuelertand.