koͤmet denn Pestilentz, Krieg und allerley ungluͤck und leret uns mores, was hilfft uns denn unser Geitz.
wen man sie bei dem licht ansihet, so lehren sie nur alleine von guten wercken.
Pfefferl, Weigel. Ges.
15, 8
(
Hamburg
1646
):
von dem baum, der da lehret erkennen guttes vnd böses soltu nicht eßen.
v. Ingen, Zesen Rosenw.
82, 12
(
Hamburg
1646
):
Der jene / der die liebe zum ehrsten zu verkauffen gelehret hat / muͤsse in seiner verwaͤsung verflucht sein.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. Weibe
(
Wolfenb.
1593
):
Ich wil dich wol lehren, wie du mir vnd meinem armen Weibe die Ehre abschneiden sollest.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
519, 416
(
Magdeb.
1608
):
Mein Vater aber saget mir / | Das aller Froͤsch Hertzen so weren / | Vnd wolt mich dessen vrsach leren.
Ein Wandersmann sein Kleid verkehrt / | Wie das Wetter vnd Wind jhn lehrt.
So sind sie leichtlich vbermannt / | Als die Historien vns lehren.
Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swer ouch richtet anders, den dit buͦk leret
(hier offen zu: ›vorschreiben‹),
der sal daz witzen, daz god wil ober en [richten].
so had her ouch den menschen geleret, wa mitte he zuͦ himele moge komen.
Dar man in valschem sinne | Manigen apgot erte, | Als si ir torheit lerte.
das die H. Schrifft an filen orthen diesen vnderscheidt züschen den beiden Testamenten [...] leret vnd anzeigt.
Rueff, Rhein. Ostersp.
2008
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
ich wil uch ewynnig leren: | ich han gedient eynem heren.
Welches er mit zwoͤlff Schrifften ebn | Gelehrt vnd zuverstehen hat gebn.
Feudel, Evangelistar
93, 28
(
omd.
,
M. 14. Jh.
):
Do sy den schacz genomen hatten, do toten sy alse sy gelerit woren.
Küther, UB Frauensee
230, 24
(
thür.
,
1456
):
wi wir von biddir lutin geheizin adder gelort wuͤrdin.
Ebd. 390, 15
(
thür.
,
1530
):
sie seint mit aufgerechten fingernn also vor mir gestanden unnd habenn einen gelertenn eydt geschwornn.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
323, 24
(
thür.
,
1474
):
Daz orteyl lißin sich dy schepphin leren.
Ermisch, Freib. Stadtr.
(
osächs.
,
1335
):
Wirdit ein man eines urteiles gevragit, [...], der sal iz vinden [...]. He mac sich wol besprechen mit den luten. Ist, daz he sprichit, man wolle is in nicht leren, wil he is denne nicht verwizzen.
Logau. Abdank.
167, 19
(
Liegnitz
1651
):
Armut lehret Demut.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
209
(
Nürnb.
1517
):
die werk leren mer dann die wort.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
142, 13
(
Nürnb.
1548
):
das Gesetz [...] lehret was wir thun / vnd wie wir Gott sollen dienen.
das sie [Apostel] predigen vnnd die leut lehren sollen / wie das reich Gottes nahe sey.
dv solt nv geleret vnd bewiset werden was indewendige vͤbvnge si.
Roloff, Brant. Tsp.
47
(
Straßb.
1554
):
Wer will mich leren den weg der tuͤgent.
Uns hatt Moyses in gesatze gelert | Das wir solchen Oberer sollen glauben geben.
Ad exemplum pertinet, Es ist ein lerstuck.
Es ist nahe alles in toͮgenlicher wise us geleit; vil stat hie in lerewise, daz ein vliziger mensche im selben us kiesen sol ze andehtigen gebeten.
Bachmann u. a., Volksb.
(
alem.
,
15. Jh.
):
wan ich nie [...] der buochern wol gelert was, dar umb bin ich priester.
Plant u. a., Main. Naturl. 301vc,
1
(
ohalem.
, Hs.
E. 14. Jh.
):
die leret welhes tages der mane enzvndet werde.
Wyss, Luz. Ostersp.
2974
(
Luzern
1571
):
Min vernunfft, die thuͦt mich leeren, | Das got vns hatt zuͦsamen tragen.
Lauater. Gespaͤnste
35r, 30
(
Zürich
1578
):
Was der yfer / kyb / nyd / hassz / [...] bring / da einer raͤcht haben wil / leert die taͤglich erfarung.
Sappler, H. Kaufringer
29, 8
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
dann die schön, als ich nu ler. | lieb hat ainen guoten stamm.
Martin, H. v. Sachsenh. Jesus
137
(
schwäb.
,
1455
):
Ich ler vil guͦtz in meim gedicht.
Bauer, Geiler. Pred.
100, 16
(
Augsb.
1508
):
ain solcher mensch leert mer mit dem exempel seiner werck, dann ain prediger.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 141, 15
([
Augsb.
]
1548
):
wie der Psalm darwider leeret / Ecce quam bonum.
Klein, Oswald
20, 25
(
oobd.
,
1415
):
wer hat dich das gelart, | das du mich pringst in sendes mart.
Ebd. 118, 50
(
1. H. 15. Jh.
):
falscher rat die untreu leret.
Dietreichs von Pern vnd der andern rekchen streytpüchern, die nicht anders denn eytle ding leren vnd sagen.
Er muest [...] ainen gelerten aid schwern und erbhuldigung tuen.
Meisen u. a., J. Eck
23, 32
(
Ingolst.
1526
):
Ich wolt auch gern wissenn, wer euch gelert hett, das das evangelium so klar und hell sey.