ranze,
der
;
–/-n, -Ø
+ Uml.;
in den Belegen unter 2 in der Schreibung möglicherweise von beeinflusst sowie auch im Diminutiv verwendet.
1.
›Tragetasche, Quersack‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .

Belegblock:

Sievers, Oxf. Benedictinerr. (
hess.
,
14. Jh.
):
verdammen wir alle vnordeliche kleidunge vnd werntlichen glantze an cappen, rantzen, lynẽ wait, vnordelichen prisen an paternoster, fingerlin.
2.
›Bauch, Wanst‹ (abwertend).
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1,
2
1, 1.

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Denn er sich da het wol gekropfft, | Vnd seinen Rentzel voll gestopfft.
Bergmann, Ambr. Liederb. (
Frankf.
1582
):
keß, eyer, schmaltz, manich gut gedens, | der bawman füllet uns allen die renß, | beyd arm und reich, bürger und bürger kinder.