Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
5377
(
rib.
,
1444
):
Hedt yr eynen groissen buych vortan, | Man weende ir weert eyn eersam man.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
(
Köln
um 1490
):
As dich dan der hunger besteyt, | Und dyn buych widder dye rybbe sleyt.
es [kint] war gar ungestalt van leif und van kleidung, der boech was im uffgeswemt.
Dubizmay, kurß zu Teutze
15, 17
(
hess.
,
1463
):
Ich lobe deyn heyligen bauch der da trug got vnd menschen.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
60, 6
(
Frankf.
1535
):
Jst vast gůt von Augsteyn getruncken / wann sie benemen dem bauch wethumb / nemen auch die flüß an dem leib.
Trincken. sauffen […] den Wein schlingen […] den Bauch eychen.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Uwer ougen die sin blint, | Wand der buch ist uwer got.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
den ars backen, dy arme, syne syten, buch, rucke.
laß dir die kunnst nicht den bauch zůreissen, Gott hat deyner nicht vergessen.
Die ersten […] halten von keinem Gottes Wort noch Glauben nichts, on, das sie an jren Mammon und Bauch gleuben.
Der grosse gottlose hauffe in der Welt, die nach Gott, seinem Wort vnd Reich nichts fragen, sondern jrem Gott, dem Bauch, dienen vnd anbeten.
Solche luͤgen und kutzlen haben die Bepste gern, wechst jnen der bauch davon.
Ders. Hl. Schrifft.
1. Mose 3, 14
(
Wittenb.
1545
):
Auff deinem Bauch soltu [Schlange] gehen / vnd erden essen.
Ebd. Hiob 15, 2
(
Wittenb.
1545
):
Sol ein weiser Man so auffgeblasen wort reden / vnd seinen Bauch so blehen mit losen reden?
Leman, Kulm. Recht
(
Thorn
1584
):
Wurde eyn man myt steben geslagen vf synen rucken vnde vffe synen buch.
Ir hab ein schreiber in das fleischgaden geprochen, | Derselb hab ir den pauch gegrost.
So sol man farzen nach pauchpleen.
Gille u. a., M. Beheim
187, 36
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wann des pauches vas | an im die aigenschafft hat, was | man darinn wirfft und geusset, das | mus faulen und erstinken.
ir keczer, nu wisset, | das ir den selben teufel scheuch | am jungsten tag in euer peüch | werdent fressen! die speis chumpt eüch | czu ewigcleichem sterben.
Der mensch ist gwunlich harig, rauch | an den prüsten ober dem pauch.
Hampe, Ged. v. Hausrat
3, 4, 22
(o. O.
um 1480
):
Von ekweyß reis hirs kern vnd linßen | Darmit man stet dem bauch mus tzinsen.
Deß schemet sich hart das jung weib | […] | Verbarg ir beuchlein.
Weitz, Albich v. Prag
164, 26
(Hs. ˹
nobd.
,
2. H. 16. Jh.
˺):
gepraten qwitten czu aller czeit gessen, vorhalden vnd twingen den pauch vnd heylen den floz dez pauchz.
gesotten czwifel ader aschloch, daz macht den pawch weich vnd macht euch stuͤle.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
doͤte die untugent und nút das fleisch; doͤte den buch und lo den sun lebende.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
163, 2
(
els.
,
1362
):
Es ist besser der buch lide denne die sele.
Fv́r die wv́rm in dem buch: Nim pfersich / vnd súd die in gaissiner milch.
Lemmer, Brant. Narrensch.
16, 3
(
Basel
1494
):
Der weder tag noch nacht hat růw | Wie er den wanst füll / vnd den buch.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
(
Straßb.
1522
):
Wan dan das Kalb sugen wil, so sticht es die Ků mit der Igelßhut in den Buch.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 96, 2
(
Hagenau
1534
):
Die augen seind weitter denn der bauch.
Der bauch ist yhm also weych als mir. Diß ist ein trotz und trost wider die / so uns mit traw wortten anlauffen.
Der ruck sol yhm so weych werden als der bauch. […]. Im ruckknochen hangen die senaddern / dadurch des menschen bewegen unnd fuelen bekrefftiget werden. Das schloß im rucken regiert den gantzen leib […] / Wenn nu die addern und das schloß entzwey sind / so muß der gantze leib schaden leiden und verderben / mit groben worten sagen wir / Ich wil yhm den rucken entzwey schlagen.
Roloff, Brant. Tsp.
1475
(
Straßb.
1554
):
Mit lerem buch ist nit gůt jagen.
Bauch (der) Venter. Der Bauch darinn die daͤrm ligend. […]. Ein herter Bauch / Verstockter stůlgang / So eim der stůlgang gestanden ist. […]. Einzogner Bauch / Ein gestrupfft / So einem am rucken klaͤbt. […]. Der Bauch rumplet mir. […]. Die arbeit hertet vnnd gestelt den Bauch. Aluum astringit labor. Seinem Bauch vnderworffen sein / Der fraͤsserey ergaben sein.
Donalies, Augsb. Bibelhs.
1990, 125, 3
(
oschwäb.
,
v. 1350
):
gesegent bist / dv vnder den wiben vnd gesegent ist die fruht dines bavches.
Selick ist der bavch der dich getragen hat.
Sappler, H. Kaufringer
25, 194
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
seinen pauch er füllt und nert | täglich mit wein und kost guot.
Andreae. Ber. Nachtmal
59r, 18
([
Augsb.
]
1557
):
die wort / kan freylich nyemandt durch den halß in bauch jagen / sonder můß sy durch die ohren iñs hertz fassen.
die lagen gar lang zu Prag und lepten nach irs pauchs willen und verzerten der stat ir guet.
Der ist reich / der sein gelt nicht in busen / sondern in der armen bauch verschleust.
Der ruck soll dir so weich werden / als der bauch / De corio tuo mihi satisfacies. Er schlafft auff dem bauch […]. Sein bauch zum mastschwein machen […]. Dem bauch dienen / dem bauchlust nachfolgẽ / vmbs brot singen […]. Dienet seinem bauch / vnd ließ das Voͤglein sorgen […]. Der bauch ist jhm so weich als mir / non deest mihi quo possim nocere, etiamsi inferior sim […]. Bey halß vnd bauch verbieten / bey leib vnnd leben […].
Ein (dicker) bauch treugt nicht / […] / Jsts kein fett / so ists ein kind. […]. Ein fetter bauch / ein grober schlauch. Ein grosser / fressiger bauch […]. Auß einem vollen haupt / vnd (satten) bauch / kompt selten ein subtiler gedancken. […]. (Voller) bauch studiert nicht gern. […]. Auff einem (vollen) bauch / stehet ein froͤlich haupt. […]. Auff einem (vollen) bauch / stehet ein toͤlpischer […] kopff. […]. Ein (voller) bauch macht / das man betet ohn andacht. Ein (voller) bauch / ein fauler gauch. […]. Der bauch hat keine ohren / venter auribus caret […]. Der bauch ist ein boͤser rahtsgeber […]. Der bauch macht dieb vnd moͤrder […].
Wenn man ein bawren bittet / so wechst jm der bauch. […]. Wer jetzt will ruhen vnd preiß einlegen / Muß sich Weins / Bauchs vnd Betts erwegen.
Faule beuch / hurenjager / Gottes vñ aller erbarkeit feind.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
des êrsten haizt [ze latein] daz der pauch, daz wir haizen den magen oder den sack, dâ daz ezzen des êrsten eingêt. iedoch nimpt Plinius den pauch in der weis ze vierlai sinnen.
Klein, Oswald
53, 37
(
oobd.
,
1431
/
2
):
zung an zünglin, brüstlin an brust, | bauch an beuchlin, rauch an reuchlin.
Leicht tün ich mir so we | mit smucken und mit smiegen; | ob ich den bauch noch recken möcht, | leicht hulf ich ainen biegen.
Eis u. a., G. v. Lebenstein
46, 1
(
oobd.
,
1. V. 15. Jh.
):
Wer den grjmmen in dem pauch hab, der trinck das wasser.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
23, 27
(
tir.
,
1464
):
die reichen, die da verschlinten vil lustiger vnd köstleicher speis, das si ire peüch erfüllen.
du pist ein speis der sëlen vnd nicht des leibes, du pist vaist machen das gemüet vnd nicht den pauch.
Mollay, H. Kottanerin
14, 16
(
moobd.
,
1439
/
40
):
so wër meiner frawn gnad mit grossem pauch
[›schwangeren Leibes‹]
[…] her auf […] geczogen.