osterwein,
der
;
-(e)s/–
.
›aus östlichen Gegenden, vor allem aus Österreich, wohl auch z. B. aus Griechenland stammender Wein gehobener Qualitätseinschätzung‹; zu (Adv.).
Gehäuft obd.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): (
der
), , , (Gw aus lat.
rifolium
), .
Syntagmen:
o. kaufen / haben / fälschen
, [wohin, z. B.
gegen Augsburg
]
füren
;
der o. gut, gut geraten sein
;
den tisch mit o. beraten
;
der gebrochene / gute o
.;
x mas o., x fas / fuder osterweines
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1563
):
Da hat man guten osterwein, | Da wöll wir schlemmen und frölich sein.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1500
):
ain maß Ellsesser 7 ₰, Neckerwein 5 ₰, 4 ₰, Osterwein 8 ₰.
Ebd. (
1523
/
7
):
der osterwein wer guͦtt gewesen zuͦ derselben zeit.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Di tisch sach man beraten | Mit Welchisch und mit Oster wein.
Auer, Stadtr. München (
moobd.
,
n. 1347
):
Swer wein chauft in vazzen oder in ponzen, daz sey neckerwein, lantwein, osterwein, payrisch wein oder anderlay wein, [...], ân waelschwein, der sol auf die hepfen amen.
Spechtler u. a., Frnhd. Rechtstexte
1, 184, 6
(
moobd.
,
1524
):
osterwein, marchwein, Franckhenwein, Negkherwein, Reinwein, Elsasser, [...], die also an offen marckht bracht werden.
Chron. baier. Städte. Regensb. (
noobd.
,
1536
):
Der gut parisch wein war dises gar gewagssen, so er vergirt het, was er strack grob und von art aller laugfarb, wye geprochner osterwein.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 62, 4
;
Bastian, Runtingerb.
2, 201, 4
;
Seuffert u. a., Steir. Landtagsakten
1, 37, 21
;
Stolz, Zollwesen
69, 9
;
84, 26
;