oster,
Adv.,
vereinzelt Adj.,
auch mit epithetischem -t
: ostert
(dies teils reimbedingt).›nach Osten hin, von Osten her, östlich gelegen‹.
Phraseme:
jn. hinter ostern setzen
›jn. ins Gefängnis setzen‹ (vom Motiv her auf ein östlich eines Bezugspunktes gelegenes Gefängnis bezogen; volksetymologisch scherzhaft mit ostern
in Verbindung gebracht; so ; a. 1613 f.); zu 1.Wortbildungen:
2
oster
osterfas
ostergewan
ostergoten
osterich
osterlang(s)
osterlich
österlich
auch als ehrendes Adjektiv gebraucht), osterling
osterluft
ostermer
osterse
Belegblock:
Sus wirt gende sine [tuvel, wark] gewalt | Nach dem die werlt ist gestalt, | Ostert, westert, sudert, nordert.
Drie porten waren nordert | Eben uz gesundert, | Ostert, westert, sundert | Drie porten hete ir ieslich.
und wil en
[jn.
von deme norden]
uztriben in ein lant ane wec und wuste, sin antlitze kegen dem ostimer [
mere des auffgangsMentel
1466: ; nd. Bibel 1478:
osten mer;
gegen dem morgenländischen meerWormser Proph.
1527: ;
gegen dem meer von OrientEck
1537: ;
gegen morgenLuther
1545: ]
und sin letztis zu dem westirmer. Ebd. Sach.
14, 8
: in dem tage werdin uzgeen von Jherusalem lebende wazzere, ire helfte zu dem ostermere
[
aufgenglichen mereMentel
1466: ; Var. 1483-1518:
mer des aufgangs; nd. Bibel 1478:
to der vtersten see;
Morgenlendischen meerFroschauer
1531: ;
gegen aufgangEck
1537: ;
gegen MorgenLuther
1545: ]
unde ire helfte zu dem westenmere. ein ort richzsdalers, wilches von allen reten und veirundveirzigen bewilligt was, zum bau des groissen heubts bis uff das Oisterwert.
Waren dye oesterlychsche steed, | Quamen dem keyser thulpen meed.
eyn vierteil wiesen fur dem bosch so man nent im hinder wegk gelegen osterlangs obersijt Hans Vnrugen witfrauw.
Groz, rich was er [Job] by dingen | Under allen osterlingen, | Di mit richtum und mit witzen | Dort in dem osten sitzen.
des gastis welsh vas gibt einin virdunk, des gastis ostir vas vire scoth, des gastis gubinish vas czwey scoth.
Sant Peter der zwelfbotte, [...], besas den priesterlichen stuͦl in den ostern landen, das ist zuͦ Jerusalem.
Dorumb nu viel das oͤsterich
[Var. 1475
oͤsterlich1
: ; nd. Bibel 1478:
des ersten;
gegen MorgenLuther
1545, 1. Chron. 26, 14: ]
loß selemie. vil warmer winde git | Von oster vnd ouch subsolan.
Ayn osterleich zir sein Albrecht, Leopold, Fridreich und Ruedolf: wy wol annder namen auch gecziert habent Osterreich, doch ist Osterreich allermaist von den vier namen geziert.
daz die underchauffel nicht mer sullen nemen ze lon, dann [...] von dem Ostervaz vi dn.
hunz di auslendigen volker, als di Ostergoten, Longabardi, die Römer anvechten wurden.
dient man uns jährlich woll 40 oder funftzig mut getraid ostermass.