osterwind,
der
.
›Wind aus östlicher Richtung‹ (zu den ihm zugeschriebenen Eigenschaften s. die Belege); auch als Richtungsangabe gebraucht: ›nach Osten hin, in östlicher Richtung‹; ins Religiöse ütr. auf den Heiligen Geist bezogen; fiktiv scherzhaft für ›niemand‹ stehend (s. u.
Leisi
);
vgl. 1; 2.

Belegblock:

Dubizmay, kurß zu Teutze
61, 7
(
hess.
,
1463
):
Bekere die gefengkniß syon als den bach gem dem osterwinde.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
si
[Maria]
waz aͤllú dur flossen von dem hailgen gaiste, als man liset in dem lebenden buͦche des lobes daz dú frúndin wúnscht und spricht: ,stand uf, nortwint, und kunt, osterwind‘.
Ebd. :
so der mentsch daz hertz denn gerainnet und die sunde vertribet, so kumet der oster wind [...]. der oster wind daz ist der hailig geist.
Leisi, Thurg. UB
8, 581, 33
(o. O.
1378
):
[der] sait, das die von Kesswile swuͦrint, ir lip noch guͦt nienahin ze enpfroͤndent. Des huͦb och Uͦli Suter sin hant uff und spricht, er habe niena vogt, won der osterwint.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
Oster- und westerwint, den man ober und nider nent, wäen dick und oft und gegen denen pflegt man nit zu pauen; der oberwind pringt gern regen und ungewitter.
Voc. inc. teut.
r viijv
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .