osterwind,
der
.›Wind aus östlicher Richtung‹ (zu den ihm zugeschriebenen Eigenschaften s. die Belege); auch als Richtungsangabe gebraucht: ›nach Osten hin, in östlicher Richtung‹; ins Religiöse ütr. auf den Heiligen Geist bezogen; fiktiv scherzhaft für ›niemand‹ stehend (s. u.
Leisi
); Belegblock:
Bekere die gefengkniß syon als den bach gem dem osterwinde.
si
[Maria]
waz aͤllú dur flossen von dem hailgen gaiste, als man liset in dem lebenden buͦche des lobes daz dú frúndin wúnscht und spricht: ,stand uf, nortwint, und kunt, osterwind‘. so der mentsch daz hertz denn gerainnet und die sunde vertribet, so kumet der oster wind [...]. der oster wind daz ist der hailig geist.
[der] sait, das die von Kesswile swuͦrint, ir lip noch guͦt nienahin ze enpfroͤndent. Des huͦb och Uͦli Suter sin hant uff und spricht, er habe niena vogt, won der osterwint.
Voc. inc. teut.
r viijv
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