ostertauf,
der
.
›in der Ostervigil geweihtes Wasser, Taufwasser‹; auch als Bestandteil von Heilmitteln sowie zur Erpressung von Geständnissen (im Hexenprozeß) gebraucht;
zu 2, 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, .

Belegblock:

Jerouschek, Nürnb. Hexenh.
9r, 2
(
obd.
,
1491
):
nem von dem ostertaŭff geweicht am oster abend vnd tuͦ darein von dem wachß der oster kertzen drey körnlin.
Keil, Peter v. Ulm
134
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Wiltu sant-Anthonig-plag leschen, So nym der körner, die do wachssen an den nacht-schatten, vnd nym frawen-milch, die ein knaben seuget, vnd oster-tauf vnd sliff von einem sleif-stein.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz. (
alem.
,
um 1430
):
An dem hailgen aubent ze ostran, do hattend die Ytalici aber meß zuͦ dem thuͦmb und wichtend da den ostertof und segnetend das für.
Buck, a. a. O. ;
Kottinger, Ruffs Etter Heini Var.;
Keil, a. a. O.
431
.