notteiding,
das
;
–/-e
.
›für dringende Angelegenheiten einberufene Gerichtssitzung mit dem Zweck, Zwang, Druck auf jn. auszuüben‹; vgl. (
die
) 1; 9, 1.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Phraseme:
ane notteiding
Verwahrformel zur Sicherung von Rechten.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, (
das
) 13c.
Syntagmen:
ein n. anrichten / haben
;
notteidinge geschehen
;
jn. mit n. auf unkost treiben, etw. mit n. anbeheben / anerlangen
(dies mehrfach, mit Tendenz zur Formel),
jn. mit n. in seine gewalt bringen, jn. zu einer n. bringen
;
das rechte n
.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1460
):
Updat dannoch swairheit ind noitdadinge, die tuschen uch ind uns [...] geschiet sijn, verhoet blijven, so [...].
Fuchs, Kart. Aggsbach (
moobd.
,
1370
):
als ob si in mit rechten nottaidingen mit vrag und mit uͤrtail vor offem gericht in ire gewalt erlangt und behabt hieten.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1495
):
daß man ihr keinen nöttn mag zu kaim rechten, [...]; es sei dann ain nottäding daß man ain richten wolth.
UB ob der Enns
10, 233, 14
;
Staub, Qu. Wien ;
Öst. Wb.
4, 1340
.