merteils,
Adv.,
auch
merenteils,
meresteils
.
1.
›meist, oftmals, in der Mehrzahl der Fälle‹; offen zu 2; vgl. (Adj.) 15, 1.
Bedeutungsverwandte:
1, 1; 2; vgl. 2, , 2.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
606, 3150
(
Magdeb.
1608
):
WEr im Krieg nicht hat Rath vnd orden / | Jst mehrertheils geschlagen worden.
Maaler (
Zürich
1561
):
Merteils / Auffs allermeist / Offt. Cumplurimum, Plerunque. Wie es sich Merteils oder offt begibt.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
so ist er, sein weib und der Fries merertails nachts in aim bet gelegen und mit ainandern abgewichslet.
Kehrein, Kath. Gesangb. ; .
Vgl. ferner s. v. , 10, (V.) 2, 2.
2.
›größtenteils‹, bezogen auf Mengen, Kollektivgegenstände, Gruppen; vgl. (Adj.) 8; 9; 10.

Belegblock:

Allg. Schau-Buͤhne (
Frankf.
1699
):
ein grausames Ungewitter / so die Flotte mehrtheils zerscheitert.
Lauater. Gespaͤnste
17r, 15
(
Zürich
1578
):
einer der übersinnig ist (wie merteils der gleerte͂ die jre augen vßstudierend) sich übel schaͤme͂ würde / weñ [...].
Rennefahrt, Recht Laupen (
halem.
,
1615
):
daß merteylß selbiger dorffsgeseßne frömbde uß Saffoy [...] von junckheren von Wattenwyl [...] uß erbärmdt allda ingelaßen.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
wir haben diser gueter leut treuen fleiß, müe und arbait mêrs tails alles verlorn aus unfleiß unser ungelerten münch.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
662
(
oobd.
,
1607
/
11
):
14 stattlicher oder mehrertheils kostlicher säbel.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
78, 1106
;
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. ;
Lauater. a. a. O.
15v, 2
.