meilig,
Adj.
1.
›fleckig (von der Haut); grau (von Wolken); faulig (vom Obst)‹;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
, (Adj.), 2; vgl. , 2, .

Belegblock:

Keil, Peter v. Ulm
98
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Die salb ist gut, wenn ein mensch ist vngestalt vnd maylig vnter den augen.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
[ein wolken] war ie underweilen schön schnêweiß, gliß, underweilen unsauber und mailig.
Eis, Gottfr. Pelzb.
161, 22
(
öoobd.
,
15. Jh.
):
Äphel, piern, wilt du die lanng behalten also frisch. Die solt du ablesen oder abprechen, das sew icht maylig werden.
Schmitt, Ordo rerum
362, 2
.
2.
›befleckt, schadhaft, schuldig, sündhaft‹; Ütr. zu 1;
vgl. 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1; 2, , (Adj.), 1, 4, 1.

Belegblock:

Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
In aller hande missetat | Wurden ires herzen wat | Besulwet unde meilec.
v. Groote, Muskatblut (
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
daz dir dyn fruͦcht, din wifflich zuͦcht, | nit meilig werde.
Gille u. a., M. Beheim
141, 83
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
[sy] wolten gern von der susshait | dez lebens an leiden und lait | auff fliegen sunder mailig | Czu der ewigen süssikait.
Niewöhner, Teichner
125, 17
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
wer mocht leben so geleich, | der nicht mailig wurd do pey?
Vgl. ferner s. v. 2.