meiler,
der
;
–/-Ø
;
wohl aus
lat.
mīliārius
›1000 Stück‹
(
Kluge/S.
2002, 610
).
– Rechts- und Wirtschaftstexte.
1.
›aufgeschichteter Stapel Holz; Kohlenmeiler‹; auch: Gewichtsmaß für Metalle (laut : 1 m. = 10 Zentner).
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
der
) 1,
1
2, (Subst.), 10.

Belegblock:

Helbig, Qu. Wirtsch.
5, 90, 11
(
md.
,
1503
):
alle Kupffer [...] sollen allen den Fuggeren ein Venediger meuler mit seiner gewonlichen ausgab [...] angeslagen werden umb vier und dreissig ducaten.
Voc. inc. teut.
p vijv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Meiler Rogus dicitur strues lignorum de quo fod’ (?) carbones.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
do rochtin die borne, also ap is myler weren.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil. (
schles.
,
1547
):
Aus den fürstlichen Wäldern soll er das erforderliche Holz erhalten
zu einem melder
(hierher?)
von sechzehen anvol oder klafftern.
Müller, Handel Paumgartner
199, 32
(
oobd.
,
1496
):
auf unser ansuchen 2400 meiler Swazer kupher Venedigisch gewicht.
2.
ein Gewichtsmaß für größere Mengen einer Handelsware.

Belegblock:

Müller, Welthandelsbr.
131, 26
(
schwäb.
,
1506
):
macht man ungevarlich ain jar diser sort seidn zechn meillr, ist 10 000 ℔ seidn.
Ebd.
183, 35
:
So kouft man gewonlich by dem meiller ga(l)luß, kümel, eniß, mandel, miro, sayfen.
Ebd.
247, 40
(
1514
/
5
):
so thun 6 cännter alda zu Venedig 1 meiller des grossen gewigt, als gallas, so zu Venedig an das groß gewigt geet.