mammon,
der
;
über
kirchenlat.
mammōna
letztlich aus
aram.
māmōmā
(
Kluge/S.
2002, 594
).
›Mammon, Besitz, dem persönlichen Wohlleben dienender Reichtum unter dem religiösen Aspekt, daß er von Gott abführt, seine Stelle als Lebensziel einnimmt und schließlich selbst vergottet wird‹; dann: ›Mammon, Geld, Reichtum, Geld als Gott oder göttlich verehrte irdische Macht‹.
Gehäuft Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): 1; vgl. 3, 1, , 3,
1
(
das
) 1, (
der
) 9, (s. v. 5), 1, .
Syntagmen:
den m. lieben / hinschenken, als got preisen
;
der m. js. got sein, m. reichtum / gut heissen
;
der böse geist m. genant sein
;
dem m. aufsagen / dienen, das hirn zerbrechen
;
an dem m. hangen, an den m. glauben, auf den m. trauen, nach dem m. sorgen / trachten
;
der geitige / schändliche / unrechte m
.;
der vater m
.
Wortbildungen:
mammonist
,
mammonsdiener
.

Belegblock:

Boon, St. Prätorius
43, 16
(
Ülzen
1579
):
Dis sind merckliche wort des Geistes Gottes / die [...] die Mammonisten / mit demant griffeln billich / solten in jre hertzē schreiben.
Luther, WA (
1544
):
Die ersten [...] halten von keinem Gottes Wort noch Glauben nichts, on, das sie an jren Mammon und Bauch gleuben.
Ebd. (
1544
):
die nach dem Mammon sorgen und trachten, das sind Heiden.
Ebd. (
1530
/
32
):
was der Mammon fur ein feiner Gott ist, der kein bessere huter und hoffgesind umb sich hat denn eitel rost und motten.
Ebd. (
1547
):
das den verechtern Gottes, den Epicurern vnd Mammons dienern, so glücklich in der Welt gehet.
Ders. Hl. Schrifft,
Mt. 6, 24
(
1545
):
Jr künd nicht Gott dienen / vnd dem Mammon
[
Mentel
1466 /
Lang
1521 /
Eck
1537:
reichtum
o. ä.].
Harms u. a., Alberus. Fabeln
144, 13
(
Frankf./M.
1550
):
Der Mammon ist jhr hoͤchster Gott / | Sie halten fleißlich sein gebott.
Reichert, Gesamtausl. Messe
30, 23
(
Nürnb.
um 1480
):
ein hauß der wuchrer wirt genant ein hauß der boesen geyst, genant Mammone
(nach Mt. 6, 24).
Bachmann, Morgant (
halem.
,
1530
):
so will ich inn [Lutziffer] ab sinem sitz setzen und will zerbrächen das hirny dem gittigen Mammon.
Rot
326
f. (
Augsb.
1571
):
Mammon / Heist nach Syrischer sprach / Reichtumb / vnnd wirdt nachmals fuͤr ein Gott der Reichthumber geacht / wie dann die Reichen das zeitlich guͦt fuͤr jren Gott halten. [...] / Ja es wirdt auch das gerecht guͦt / das erblich von den Eltern herkompt / Mammon, genent [...]. Der heylig Augustinus sagt / Mammon, sey kein Lateinisch sonder ein Hebraisch wort / [...] / heist bey jhnen als vil / als bey den Lateinern
Lucrum
gwin. Suidas sagt / es sey Goldt vnnd Reichthumb des Erdrichs / aller vberfluß am guͦt.
Luther, a. a. O.
10, 1, 2, 372, 30
;
374, 12
;
10, 3, 277, 19
;
22, 263, 38
;
28, 641, 27
;
30, 2, 379, 32
;
32, 444, 11
;
446, 9
;
451, 13
;
454, 8
;
47, 355, 26
;
Adomatis u. a., J. Murer. Abs., S. 
853
.
Vgl. ferner s. v. .