landsprache,
die
.
1.
›Sprache eines Landes; regionale Varietät einer Sprache; Variante einer Sprache, in der man aufwächst‹;
zu 5.

Belegblock:

Maaler (
Zürich
1561
):
Landspraach (die) Muͤterliche sproach. Vernacula lingua, Patrius sermo.
Niewöhner, Teichner
183, 29
(
moobd.
,
1360
/
70
):
ez waͤr doch chlueg, | waz er ret von manigen sachen, | chund ers nur swaebisch machen | nach der lantsprach auf und ab.
2.
›landesweit verbreitete Kunde, Nachricht, Botschaft, Mitteilung‹;
zu 5.

Belegblock:

Rechn. Kronstadt (
siebenb.
,
1528
):
das im di lansproch vmb hat losen gon am donnerstach [...] vnd sÿ gevarnet hat.
Ebd. (
1542
):
Eodem dd. provinciales certificati sunt per litteras, dy Lantsproch ist vmgegangen mit priefen.
3.
›Versammlung, Besprechung von Herrschaftsträgern innerhalb eines Territoriums‹; in der Schweiz und in Tirol: ›Landgerichtstag‹;
zu 8.
Bedeutungsverwandte:
1.
Syntagmen:
eine l. besetzen / halten; zu der l. gehören, bei der l. dabei sein
.

Belegblock:

Rechn. Kronstadt (
siebenb.
,
1528
):
einem diener den mir haben geschickt ken bretaÿ als der vaida lansproch do hat gehat mit dem adel vnd den czekelen.