erstlichen,
die
;
Lehnübersetzung aus
lat.
primitiae
(Pl.)
›die Erstlinge (z. B. Früchte)‹
(
Georges, Neub.
2, 3838
).
›die zuerst Hervorgebrachten‹ (auf Nutzpflanzen und -tiere bezogen); in der Bibelübersetzung von 1466 (s. u.
Kurrelmeyer
) attributiv gebraucht (
erstlich
);
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
(
das
); vgl. .

Belegblock:

Luther, WA (
1532
):
wie Sanct Paulus sagt ,Die erstlich des geists‘
(vgl. Röm. 8, 23).
Lohmeyer, K. v. Nostitz (
preuß.
,
1578
):
Etzlich amptfrauen [...] wollen mererteiles kalpfleisch essen [...]; daß muß man verbieten, ausgenommen die erstliche, die mochten sie essen.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1576
):
Sant Mertin im wintermont zueignet die eirstlichen des weins.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
auch abraham der patriarch gabe die zehenden von den erstlichen dingen
[
Emser
1527 /
Eck
1537:
von dem besten
;
Luther
1545. Hebr. 7, 5:
von der eroberten beute
].
Sundert bey eúch die erstlichen ding
[Var. 1475
2
–1518:
die ersten frúcht
; nd. Bibel 1522:
de erste geborne iuͤwer fruͤchte
;
Luther
1545, 2. Mose 35, 5:
Hebeopffer
]
dem herren.