Laß bringen gute Kost, Bier, Lautertrank und Wein, | wir wollen geistlich erst, hernacher weltlich sein.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. Weibe
(
Wolfenb.
1593
):
Ich wolte auch gleichwol rathen, ehe jhr noch etwas anfenget, das jhr euch der gelegenheit erst noch ein wenig besser erkündiget.
Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Swelches vrteiles erst gevraget wirt, daz sal man erst vinden.
Mendthal, Geom. Culm.
(Hs. ˹
preuß.
,
A. 15. Jh.
˺):
Js yst ouch myn rot, wer wol messen wyl vnde redelych, das her ersten wol lere rechen vs den czwen bucheren, dy do heyssen algorismus.
Darumb erstmals in haimlichen sünden
[›vor allem im Fall von [...]‹]
da deck zuͦ und handel also wie got zwischen jn und dir allain handelt
(Handlungsanweisung für den Priester).
erstmals will er dein gnediger Gott und Vater durch Christum [...] sein, Darnach wil er deine arbeit so segenen, das du dadurch dein Weib unnd gantz hausgesinde solt erneren.
Erstlich soltu wissen, das die heilige Schrifft ein solch Buch ist, das aller ander Buecher weisheit zur narrheit macht, weil keins vom ewigen leben Leret on dis allein.
Leman, Kulm. Recht
(
Thorn
1584
):
Welchir denne vndir den tzweyn [...] myt syner clage do yrsten begynnet, des sal ym der richter gesten.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
119, 2355
(
Magdeb.
1608
):
[der boͤse Wurm] Reisst jhm erst ab / sein Tasch / Wehr / Kleid / | Darnach die haut.
Suͤß ist erstlich das gestolen brodt / | Aber zuletzt der bitter Todt.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
der [sunnen] schîn nieman gelîden enmac, er enwerde von êrste bewunden in dem lufte.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
, zu
1374
):
daz enwerde dan erste von den scheffen gewiset
[›bevor es nicht von den Schöffen angeordnet wird‹],
so ensollent di herren [...] an keinen burger grifen.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
4137
(
rib.
,
1444
):
Mit dē helme ind coliere du eirstwerf salt | Dich wapenen.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
(
hess.
,
14. Jh.
):
und sal sie
[die Benediktinerregel]
lesen biz an sanctus Benedictus dag, dan sal man sie alle czit von erst an beginnen.
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Sein Mutter ward sein erst gewar, | Sprach zum Mann: „vnser Son kompt her. | [...]“.
Knape, Messerschmidt. Bris.
3, 51
(
Frankf./M.
1559
):
Was man erstlich in einen newen Hafen thut / vnd darin̄en kocht / ein solchen geschmack behelt der Hafen lange zeit.
Perez, Dietzin
1, 43, 18
(
Frankf.
1626
):
Vnd ist demnach die Schlang erstlich ein gewisse anzeigung meiner betruglosen Eloquenz.
v. Groote, Muskatblut
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Nu mirke [...] daz du din zünffte | also regirst, daz du bis erst | der cristen stam uff erden.
die hencker nicht dest minder | Richteten erstlichen die kinder, | Darnach erst
ir anfrawen hie.
Vetter, Pred. Taulers
Var. (
els.
,
14. Jh.
):
sú múgent es nút lange triben und lont abe und lebent der naturen also ie von erst.
Dieweil du wider zuͦ deiner gesuntheit und krefften kummen bist / wend wir erst ein froͤliche zeit miteinander haben.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 59, 26
(
Hagenau
1534
):
es lernet es die erfarung / daß / wer erst für ander außlegt / langsam odder nymmer bezalet wirt.
Prothoplasmatis. die erstschöpfung.
Do sprach Geryon zuo Rengnold: „Ich bitt dich, das ich von ersten mit Spynard strytt [...]“.
Erst / Vorderest oder fürnemst.
Erstlich, so ain krancker in das haus getragen wirt, soll er an ain sauber bett gelegt werden.
Der erst kompt / der malt erst.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Hienach vollgt, wie man
[beim Begräbnis Friedrichs III.]
in der kirchen gestannden ist, erstmals auf des Romisch kunig seytten: Der Romisch kunig Maximilian [...].