überstellig,
Adj.;
wie das Verb auffallend schwach belegt, semantisch kaum überzeugend auf dieses beziehbar (vgl. ), auch die folgenden drei Angaben sind semantisch isoliert.
charakterisiert eine Qualität je nach Gegenstand unterschiedlicher Art als ,zu viel habend‘; im Einzelnen: ›überflüssig, resthaft‹; auch wohl: ›die Mehrheit bildend‹; ›überreif‹.

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
hh vjv
(
Nürnb.
1482
):
Vberstelliger vberflussiger. residuus.
Adrian, Saelden Hort
6918
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
der bom enthaltet kume | rain, swas er joch gebirt, | swenn es úber stellig wirt.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
die weil er [abt] nun ganz forchtsam und kündlich, kunt er vor den überstelligen leuten seinen conventbrüedern, nit ufkommen, sie satzten und plagten ine ires gefallens.