überschwemmen,
V.;
Kausativum zu .›aus seiner Einfassung o. Ä. (z. B. über die Ufer) treten, überlaufen, auslaufen‹ (von Flüssigkeiten gesagt); von da aus in verschiedene Richtungen auf Handlungen oder Zustände ütr., die mit dem Überströmen von Wasser in Vergleich gesetzt werden; dann z. B.: ›(den Magen) überfüllen‹; ›sich mit seinen Truppen wohin ergießen‹; ›das Land überfluten‹ (z. B. von
zauberern
gesagt); ›um sich greifen‹ (von Unsitten); vgl. (Präp.) 1; 2; 3.Seit dem 16. Jh.
Syntagmen:
ein herzog ü
.; im Part. Perf.: der magen überschwemt, käse mit milch überschwemt
; j. mit einem tränenstrom überschwemt werden, Deutschland mit hexen / zauberern überschwemt sein
.Wortbildungen:
überschwemmung
Belegblock:
Dann es ist (layder) nu gar mit Wolckenbrust unnd Sindflut eingerissen und alles überschwemmet und geht noch taͤglich ye lenger ye mehr durch und durch in allen Stenden, hoͤhesten und nydersten, das alle Predige und vermanen vil zuͦ schwach ist.
Kalbsleberlein im weissen Hembd / | Frische Keß mit Milch vberschwemt.
dahero es dann kompt / daß [...] vnser liebes Teutschland gewißlich / darvor heltet / daß es mit Hexen vnd Zauberern vberschwemmet sye.
Darzu kam die See / welche mit ihrer Uberschwemmung die feindliche Wercke oftmals venichtete.
es kumb des köngs verderben | Auß seinr sül und grossen pancketen, | Die offt tag und nacht weren theten; | Darmit den magen uberschwembt.
Diluvium, Ein übergiessũg mit wasser / überschwemung.
Nach welchem Geluͤbd ich erlassen / widrum zu mir selbst kommen [...] und mit einem solchen Thraͤnenstrom uͤberschwemt worden / daß [...].
Vberschwemmen / disseits auff jene seite schwemmen.