überschwal,
der
.›das Überlaufen, Überfließen‹ (einer Flüssigkeit); in dieser sog. eigentlichen Bedeutung nur einmal belegt (s. u.
Maaler
); sonst durchgehend ütr., dann für alles stehend, was das Erwartbare an Zahl, Qualität, Maß übersteigt, z. B.: ›Übermaß‹ (des Handelns / Verhaltens, der Qualität e. P., auch: einer Seinsgegebenheit wie der sünde
1; 2; 3, des kummers
5); ›hohe Anzahl, Übermenge‹ (z. B. von Kunstwerken, von Handwerkern); ›Überfluss‹ (des Reichtums); zu .
Syntagmen:
der ü. die welt beklemmen
; der gemäle ein ü. sein
; jm. im ü. gnade mitteilen, etw. anzeigen, ˹gnade / weisheit˺
(Subj.) jm. im ü. genug sein, j. mit ü. etw. haben / sagen, j. jm. mit ü. glük geben, j. jn. mit ü. unter den fanen haben
; der ü. des reichtums, der sünden
; der grosse ü
.Belegblock:
Von der sunden uber swal | Wart al di werlt beclemmet | Und in den tot geschremmet.
di guten hy liden qual | Und grozes kummers uberswal.
Darnach führeten sie mich in viel kirchen und liessen mich alle gute gemähl sehen, dessen ein überschwahl do ist.
in der stadt ist nit sein gleich | Unter den wirten uberal, | Er hat der reychtumb uberschwal.
Du thust auch in die heuser schleichen, | Was darinn dein augen erreichen | Für brechen, mangel und unfal, | Daß du darnach mit uberschwal | Von dem haußhalten hast zu sagen.
gutte Christen, die uberschwal almusen geben in der stil, nit wie die phariseer.