überschreien,
V., unr. abl.,
auch regelmäßige Formen.›jn / etw. (z. B. js. Namen) laut redend übertönen‹; teils negativ konnotiert im Sinne von: ›jn. niederschreien, schreiend zu etw. nötigen‹; vereinzelt positiv, dann: ›etw. aufs Höchste rühmen‹; vgl. (Präp.) 2 (ütr.); 10.
Belegblock:
Aber Christus geyst soll und muß das geschrey ubirschreyen, das ist, stercker zuuorsicht machen, denn das vortzagen ist.
Wie auch der frome Martrer Johannes Huss in jrem Hellischen Concilio zu Costentz damit von Teuffel uberschrien und verdampt ward.
so kuͤmt denn ein leithauser | mit einem haller oder drein. | den kan nymant uberschrein.
ain weip in [Aristatiles] uber schraite, | mit scharpfen sparen raite | vnd machet in gezem.
Jeder gouch wil syn so fry, | Das er den andern über schry.
legt alle schuld auf die Juden, die hieten in [Pontius Pilatus] überschrieren, das er in Christum zu creutzigen vergünt hiet.
mag aber der wirt dem vorfluchtigen daruon gehellffen, ee das der richter ze Hahennaw chumpt vnd ee das er vberschriren wirt, der wirt ist niemant nichts verfallen.