überschar,
die
;–/auch
-en
.›nicht vermessenes Reststück, trotz geringer Größe aber begehrtes und bergbaulich genutztes Flurstück zwischen Grubenfeldern; ein nach Vermessung von Ackerland übrig bleibendes Stück Land, Reststück‹ (zu Letzterem nur 1 Beleg); auch als Flurname gebraucht; vgl. (Adj.) 3, II, 1 ›Pflugeisen‹ ().
Omd. und östliches Inseldeutsch; meist bergbaubezügliche Texte.
Syntagmen:
eine ü. aufnemen / austeilen / bestätigen / wechseln, jm. eine ü. schuldig sein
; etw. (was überig ist) eine ü. heissen
(doppelter Akk.); die ü
. (zwischen zwei Ortspunkten); die masse am ü
.Belegblock:
was czwyschen den nuͦfengen unde den bergen ist oͤberig, das heißet man eyn oͤbirschar.
so sall der bergmeister sulch oberschar bey den nestligenden tzechen tzu glich austeylen.
Meher hot Jocuff Muldener aufgenomen und bestetiget eine uberscharr, zwischen Philup und Franzen Schmidt [...] gelegen.
Sie [Ambtleuth] enthalten sich auch, die uberscharen undt zechen aufzunehmen.
Ebd.
191, 16
: und der ambtsverweser [...] ernstlich befohlen, kein überig feldt, was do unter 20 lachtern, nicht zu verleihen, sondern alß ein überschar meinem gnedigsten herrn zuvorbehalten.
doctor Merbethi [...] hat [...] gegeben dem erbarn Lucas Eysenreich [...] sein sechczenteil, das er gehabt hat in dem berckwerck zum Czuckenmantel in der Oberschar genant.