überreifen,
V.
›überreif werden und dadurch einer qualitativen Veränderung unterliegen‹; speziell: ›der Vergänglichkeit anheimfallen‹ (von Pflanzen, Früchten gesagt, ütr. auf den Menschen bezogen); zu (Präp.) 10,
1
(V.).
Bedeutungsverwandte:
1, , .
Wortbildungen:
überreif
(dazu bdv.: vgl. ).

Belegblock:

Luther, WA (
1544
):
Denn das der Tuͤrck gethan und noch thut, das muͤste er wol lassen, wenn wir nicht so gar in unbusfertigkeit und verstockung verhartet und zur straffe so gar uberreiff weren.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
135, 20
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Den [hopfen] mus man auch fur dem andern abnehmen, damit er nicht uberreifet und die hitze die blätlein aufkeume.
Niewöhner, Teichner
624, 60
(Hs. ˹
moobd.
,
1469
˺):
des todes not | der auf all menschen sleifft | alls ein frucht die uber reifft, | secht ir woll, die velt dann ab.