überrede,
die
;
-Ø/–
.
1.
›üble Nachrede, Falschaussage‹; vgl. (Präp.) 2 (ütr.); 12, 5.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, , 4.

Belegblock:

Rudolph, Qu. Trier (
mosfrk.
,
1593
/
4
):
Wie auch niemand vervortheilen in überhaupt verkaufung gantzer battschen mit hinderlistigen betrüglichen überreden.
Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
Syne gnade solde sollicher uberrede von uch billich uberig seyn, so als yr seyne geholte, gesworne burger und darzu seyne lehenmanne seyt.
2.
›umfängliche Ordnung, dem Zufälligen übergeordnete Gemeinsamkeit‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3 (ütr.), 6.
Bedeutungsverwandte:
1.

Belegblock:

Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
278, 29
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
niht also, daz er teilheftig werde glicheit der forme dez wirkenden nach der selben reden dez gesteltnüsses oder des geslehtes, sunder nah einre lihter überreden, alse daz wesen gemein ist allen dingen.