überpurzen,
V.
›sich überschlagen; kopfüber abstürzen‹; ütr.: ›(in Sünden) versinken‹ (jeweils von Personen); ›(ein
walfisch
) etw. (z. B. ein
schif
) über den Haufen werfen‹; vgl. (Präp.) 2.
Wortbildungen:
überpurzeln
.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
515, 17
(
Lübeck
1639
):
Gott haͤlt uns zu gut / wenn wir in Suͤnden vberportzeln / also sollen auch die Menschen gegen einander thun.
Luther, WA (
1526
):
Aber die personen, so ynn der oberkeit sitzen, mussen sich ymer uberportzeln und daumeln, darnach sie verdienen.
Sachs (
Nürnb.
1544
):
So hebt sich der fisch
[Zeile 2:
walfisch
]
auf im meer, | Die schieff mit ungstüem uberpüerzt | Und sie in grund des meres stüerzt.
Vberburtzeln mit Kopff vnd fuͤssen vber vnd vber gehen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Als aber sollich überburzlete ain ort, ist man zum wagen komen, do ist niemands [...] verletzet gewest.