überpochen,
V.;
im Prät. auch überpochen
.›jn. in je situationsspezifischer Weise zu übertrumpfen, zu übertreffen suchen‹; im Einzelnen: ›jn. überschreien‹ (auf dem Markt); ›(Gott) trotzen, ihm entgegentreten‹; ›jn. kritisieren, in seiner hierarchischen Stellung antasten, über ihn hinaus wollen‹; ›die Schönheit (eines Blickes) übertreffen‹; ›jn. hinsichtlich von Wertgegenständen übertreffen‹; vgl. (Präp.) 2; 8; 10, 5.
Belegblock:
als Inhen vom Burgermeister Wesfall darinnen unthersaget, haben sie [Muniche] dem Burgermeister von stundt uff dem margkte vor allenn leuthen uͤberpochet unde zcu der Erhen gescholten, des er [...].
Ihr solt die ersten nicht werden, die Got uberpochen, das weis ich fuͤr war.
Wir wollen dieweil zu sehen, welcher den andern uberpochen und das feld behalten werden.
das auch die untern Stende die obern wollen uberpochen als die Junckherrn des Adels jre Herrn und Fuͤrsten, ja auch Knechte und Megde jre Haushern.
ain clare maget, | der plick on schön
[›an Schönheit‹]
nie weib thett uberpochen. Und hetten die künig ein êrlichen löblichen nutzen krieg miteinander, wolt einer den andern überpuchen mit der menig und dem wert der püecher.