überpflanzen,
V.
›etw. (einen
weingarten
) in ein anderes Gelände umpflanzen, räumlich an einen anderen Ort versetzen‹; ütr.: ›jn. in der christlichen Neugeburt gleichsam verpflanzen‹ (aus
Adam
in
Christum
); allgemein: ›die Form seiner Existenz in eine als unmöglich erachtete andere Form übertragen‹ (dient bildhaft der Kennzeichnung des Glaubens); vgl. (Präp.) 3, 1.
Bedeutungsverwandte:
1, , .

Belegblock:

Pfefferl, Weigel. Gn. S. 
96, 17
(
um 1571
, Hs.
1615
):
durch die Neue geburth miessßen wier vbersezt vnnd vberpflanzet werden, auß Adam in Christum.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel. (
Straßb.
1466
):
Das feuer aß in [weingarten]. Vnd nun ist er vberpflantzt
[
Eck
1537:
vmpflantzt
;
Wormser Proph.
1527 /
Luther
1545, Hes. 19, 13:
gepflantzt
]
in dem wústen land in eim abweg vnd in eim dúrstigen.
Donalies, Augsb. Bibelhs.
182, 8
(
oschwäb.
,
v. 1350
):
dv [mavlbavm] solt dich vzwurtzen. / vd solt dich überphlanzen
[
Luther
1545, Lk. 17, 6:
versetze ... dich
]
in das mire.