übernacht,
Adv.,
auch
übernachten
; Zusammenrückung, adverbial gebraucht.
›am Abend; über Nacht‹; zu (Präp.) 5,
1
2; 4.

Belegblock:

Luther, WA Bibel (
1523
/
4
):
Der allte man sprach. gehab dich wol alles was dyr mangelt findestü bey myr. bleyb nür vbernacht nicht auff der gassen.
Wickram
4, 36, 25
(
Straßb.
1556
):
damit mein tochter nit übernacht ursach hett mit mir zuͦ zürnen / wann ir etwan ein wentzig miteinander stoͤssig würden.
Rennefahrt, Recht Laupen (
halem.
,
1685
):
der wein [...] ohne einiche saumnuß oder ubernachten in den abgassen dem herren noch zu seinem hauß gefuͤhrt werden solle.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 3, 777
(
schwäb.
,
1622
):
es soll niemandts kein dorrholz ubernacht [...] in dem offen dörren.