übermas,
übermassen,
Adv.;
Letzteres seltener; Zusammenrückung aus über die mas
bzw. über die masse(n)
.›über die normale Menge hinaus‹ (quantitativ bei Bezug auf Geld; Schwätzen); ›außerordentlich, über die Maßen‹ (qualitativ z. B. bei Bezug auf
sich freuen, jn. erfreuen, sorgen
); gradadverbial ebenso (z. B. bei Bezug auf lieblich, peinlich, zornig
).Belegblock:
wenn jhr jhn wolt holen lassen / | So fodert er geld vbermassen.
dy morder kamen tzu ye bass | und warent tzornig ubermass.
Die marter die der Herre leyd, | War peinlich vbermassen.
Des wer czu spoten ubermoss, | ob ein pauer pesäs ein slos | und ein mochtiger chunig gross | solt sich czwengen und crüten | In eines pauren hüten.
deß königs güet und gnaden | Ist wie der thaw auff grünem graß, | Deß sich all welt frewt ubermaß.
Weil wir noch waren auff der straß, | Kundst du wol schwatzen ubermaß.
so dann nüt lustigers / und übermaas lieplich jst eim jeden gebornen Eydegnossen / zuͦ hoͤren und verstan / wie [...].
Sy [frawe] schoss der minne plick im taugen dar. | Sy waren paid die übermass geschönet.
Peil, a. a. O.
71, 870
; Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 151
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