überloben,
V.
›etw. über jedes Lob Erhabenes leisten‹; ›jn. religiös verehren, preisen‹; vgl. (Präp.) 10, 2; 3.
Bedeutungsverwandte:
3, 1c; vgl. (V.) 1, 16, 1, 1.
Wortbildungen:
überlobelich
›über jedes Lob erhaben; über jedem menschlichen Lob stehend‹ (dazu bdv. bzw. Orientierungsfeld: , ).

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Dan.
3, 53
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
gebendiit bis du, herre, in dem heiligin tempil dinir ere und ubirlobelich und ubirerenrich eweclich.
Thiele, Minner. II,
31, 184
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
inpongeißen und striden | hait dyn hant geobet | und haist is auch noch overlobet | woe du vondest zu vechten.
Strauch, Par. anime int.
126, 6
(
thür.
,
14. Jh.
):
Philosophus dicit in libro qui dicitur Lume luminum: ,Got der ist uberwesilich und uberlobelich etc.‘
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
gelopt sie dú ader der usfliessenden gotheit, und úberlopt sie dú suͤss muͦter aller gnaden von mir armen unwirdigen menschen.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
85, 15
(
tir.
,
1464
):
Der herr der ist gros vnd v̈berlöbleichen.