überkrüpfen,
V.
›sich überfüttern, (gleichsam:) den Kropf überfüllen; sich vollfressen, übersättigen‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3,
1
1.
Meist älteres Obd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .
Wortbildungen:
überkrüpfe
›Übermaß an Nahrungsaufnahme‹ (dazu bdv.: , ).

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
2365
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ich bin mit sußer minne gewel | So girlich uber krupfet.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 64, 18
(Hs. ˹
nobd.
,
3. V. 15. Jh.
˺):
würme, die machen dürkel hol | und überkrüpfen vollen zol.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
nu kum her, minner der minne, dú da úber kripphet all sinne.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
533, 6
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Von müe und überkröpfe | ein jeder man zue schlaffen ser begunde.
Illing, Albert. Sup. miss.
1466
;
Vorarlb. Wb.
2, 1410
.