überfras,
der
;
-ses/–
.
›übermäßiges Essen, Völlerei, Fresssucht (eine Todsünde)‹; zu (Präp.) 10.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, .
Wortbildungen:
überfrässe
,
überfressen
(a. 1563),
überfressig
.

Belegblock:

Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
Der strang, iz swert, eyn mezzer stich | Und ubertranc und ubervraz | Diz leben setzen uz rechter saz.
Jahr, H. v. Mügeln
2536
(
omd.
, Hs.
1463
):
sin
[des im Sternbild des Steinbocks geborenen Menschen]
nas ist groß, eng ist sin munt. | und hat zu keinem tranke pflicht | und achtet überfraßes nicht.
Gerhardt, Meister v. Prag
110, 30
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
das horten die greber vnd teten sich auf / da bej ist vns zcu bedeuten die vber fressigen leut / die sullen heut auf thun ir munde.
Menge, Laufenb. Reg.
3896
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
Hüte dich ouch vor úber frässe.
Niewöhner, Teichner
564, 784
(Hs. ˹
moobd.
,
n. 1400
˺):
du waist wol daz uber frazz | ist ein todsund und ein schand.