überkräftig,
Adj.
›die natürliche Macht, Kraft e. P. oder S. übersteigend, göttlicher Seinsqualität nahekommend‹;
Älteres Frnhd.; Texte der Sinnwelt ,Religion‘.
Bedeutungsverwandte:
4, 3; 5.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Dan.
4, 19
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
bis du, konic, der du tuchtig und ubircreftig
[
Mentel
1466:
hast angesigt
;
Wormser Proph.
1527 /
Froschauer
1531 /
Dietenberger
1534 /
Eck
1537:
starck
;
Luther
1545:
mechtig
]
bist wurden und dine grose ist gewachsen unde ist komen bis an den himel.
Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Alsô ist daz götliche lieht alsô überkreftic und klâr, daz ez der sêle ouge niht gelîden enmöhte, ez enwerde gestætiget und ûfgetragen bî materie und bî glîchnisse und enwerde alsô geleitet und gewenet in daz götliche lieht.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Daz úch ze úberkreftig sie, daz sond ir úweren obren fúr legen, und da ir nit mugind bissen, da bellent aber.
daz dir also geschehen sie von der claren, süssen minne der ewigen wiszheit, die dich als úberkrefteklich hat úberwunden.
Strauch, Par. anime int.
113, 15
.