überkeit
I
die
;›Herrschaft, auf der Basis der Zwei-Reiche-Lehre beruhende geistliche und weltliche Obrigkeit‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3 (ütr.).
Belegblock:
geistlicher ubirkeit haben wir vil, aber geistlicher regirung nichts odder wenig. In des mag wer do kan helffen, das stifft, kloster, pfarren und schulen wol bestellet und regirt werden, und were auch der geistlichen ubirkeit werck eins, das sie stifft, Kloster, schulenn weniger machtenn.
do er sagt; ‚Was du wirst auflosen auff erden, sol losz sein ym hymmel‘, da mit Christus kein ubirkeit gibt, szondernn eynisz yglichen christen hertz zum glawben reitzet, [...], denn szo viel du gleubist, und nit wie viel der bapst und die seinen wollen. Wiewol zu leyden ist ihre tolle angenomme frevel gewalt und ubirkeit, szo ferne doch, das du den rechten glawben behaltest.
Denn wo die ubirkeit also nidder geleget wuͤrde, so wuͦrden wyr keynen fride haben, Gott der wil nicht, das der gemeyne pofel regire, wie er saget Roma. 13.: alle gewalt ist von Gotte.