überhausen,
V.
1.
›etw. / auch: jn. vertikal mit etw. überdecken‹ (allgemein); im Einzelnen: ›(ein Grab; Subj.) jn. bedecken‹; ›(ein Fenster) zubauen‹; ›(ein Grundstück) bebauen (mit einem Haus)‹; vgl. (Präp.) 2.

Belegblock:

v. Groote, Muskatblut (
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
daz hulff in doch nit fur den dot, | daz [grab] in wol uberhuͦset.
Welti, Urk. Rheinfelden
88, 28
(
halem.
,
1448
):
wie er [...] ein hußhofstatt [...] dem egeschribnen herr Heinich Tringer [...] geben ze úberhusen mit geding, das der selb herr Heinrich Tringer vnd sin erben das selb huß nutzen.
Ebd.
866, 320, 11
(
1537
):
Der Käufer verpflichtet sich, zwei bestimmte Fenster am Hause des Verkäufers weder zu
uͤberhusen
noch zu
verbuͦwen.
2.
›etw. (z. B. js. Haar) etw. anderes überlagern‹ (vom Haar auf einem Schild gesagt); ›jn. übertreffen, übertrumpfen‹; vgl. (Präp.) 2 (ütr.).

Belegblock:

Pyritz, Minneburg
2448
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Den schilt den uberhuset | Ir hor.
Fastnachtsp. (
nürnb.
,
v. 1494
):
Ich pin wol zuo ritter geschlagen, | Wan ich pin her von Reußen. | Ich will euch all überheussen.