überglast,
der
.
›jedes Licht überstrahlende Helligkeit, überirdischer Glanz‹ (bezogen auf die Seinssphäre des dreifaltigen Gottes sowie der Gottesmutter Maria); vgl. (Präp.) 2; 9, 1; 4.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
der
) 3, 2, (
das
) 4.
Wortbildungen:
übergläste
(dasselbe mit Bezug auf Jesus Christus),
überglästen
›hell glänzen‹ (von einem Krüglein in der Hand Christi; dazu bdv.: , ),
überglästig
›hellglühend (von der
gotheit
1)‹ (dazu bdv.: 1, , Adj., ).

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
sprich herre sun vil balde ja, | du got der sunnen obirgleste, | und gib mir dine hantveste.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Es
[das
kindlin Jesus
]
brahte in der hand ein kruͤgli mit frischem wasser; daz kruͤgli waz úberglestet.
in der úberweslichen drivaltekait der úbergegoͤteten gotheit, in dem togenlichen, úberunbekanten, úberglestigen, aller hoͤhsten gibel da hoͤrt man mit stillsprechendem swigene wunder.
Martin, H. v. Sachsenh. Tempel
93
(
schwäb.
,
1455
):
Geblümte magt und fro, | Ein überglast des sunnen, | Mit diner tugent brunnen.