überfeigen,
V.;
-feigen
zu
mhd.
veige
›zum Unglück bestimmt‹
().
›jn. übertrumpfen, schädigen, verderben, zunichtemachen‹; in den Belegen von einer Frau (
weib
) als Handelnder mit Bezug auf eine männliche Person (darunter den Teufel) gesagt; vgl. (Präp.) 2 (ütr.).
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nürnb.
,
v. 1494
):
Das gibt mir gar ein guts anzaigen. | Die weiber wollen in sust uberfaigen.
Sappler, H. Kaufringer
18, 83
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
wie auch das übel weib | seinen jungen stolzen leib | als pößlich uberfaiget hiet | das [...].
Ebd.
18, 198
:
nichtz ist in diser welte zwar | als vaig sam ain alt übel weib. | die mit irem fraidigen leib | und mit irem falschen kös | überfaigt den teufel böß.