überfang,
der
;–/überfäng(e)
.›Grenze (eines Grundstückes) unter dem Aspekt ihrer Verschiebbarkeit zugunsten des Übergriffigen‹; insofern auch ›Grenzstreifen‹ sowie ›Grenzüberschreitung‹ (jeweils als Gegenstand rechtlicher Kontrollen und Strafen);
vgl. 1.
Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Belegblock:
vmb den vberuang, den Musch der Jud ze Ens getan hat, emphelhen wir dir ernstlich, daz du darauf die eltisten von der stat furest, die das beschawen.
es sulln auch derselb richter [...] gwalt haben zu veld und ze dorf, als verr ir gemerk weren, fewrstet überfeng marich rain vnd stain auch all andere notturft zu beschawen.
die gränitzen oder überfeng in malefitzischen gerichtlichen sachen [...] erstrecken sich nemblich heer dißhalb der Thonau.
super quibusdam limitibus vinariis, qui vulgariter ubervanch dicitur.