überfang,
der
;
–/überfäng(e)
.
›Grenze (eines Grundstückes) unter dem Aspekt ihrer Verschiebbarkeit zugunsten des Übergriffigen‹; insofern auch ›Grenzstreifen‹ sowie ›Grenzüberschreitung‹ (jeweils als Gegenstand rechtlicher Kontrollen und Strafen);
Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
1; 2, 1, II, 3,
2
1.

Belegblock:

UB ob der Enns
10, 185, 1
(
moobd.
,
1383
):
vmb den vberuang, den Musch der Jud ze Ens getan hat, emphelhen wir dir ernstlich, daz du darauf die eltisten von der stat furest, die das beschawen.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
M. 15. Jh.
):
es sulln auch derselb richter [...] gwalt haben zu veld und ze dorf, als verr ir gemerk weren, fewrstet überfeng marich rain vnd stain auch all andere notturft zu beschawen.
Ebd. (
1539
):
die gränitzen oder überfeng in malefitzischen gerichtlichen sachen [...] erstrecken sich nemblich heer dißhalb der Thonau.
Mell, Steir. Weinbergr.
142, 36
(
smoobd.
,
1543
):
super quibusdam limitibus vinariis, qui vulgariter ubervanch dicitur.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1322
):
non detractationes que arando fiunt in agris, quod ubervanch dicitur.