übereinzig,
Adj.
/ Adv.;
zum Problem der etymologischen Einordnung s. ; semantisch entsprechend und zu
vgl. hinsichtlich des Verhältnisses von einzig
1; 2 zu stellen; -e-
und -ei-
auch: Frnhd. Gr.
, § L 19.1993
›von einer größeren Menge übrig, übrig geblieben, noch resthaft vorhanden; einzig, einzeln‹ (daher frei für je besondere Verwendungszwecke und entsprechende rechtliche Regelungen); speziell: ›abgetragen‹ (von Kleidern); vgl. (Adj.) 3.
Wmd. / wobd.
Phraseme:
ein übereinziges tun
›ein Übriges tun‹.Wortbildungen:
übereinzigkeit
Belegblock:
Das men dem custer us der kirchen renten, so innen des iedwas oeverenzichs were, mit deilen.
ungever 6 o. g., wilche bisher gewent zum noeitbauwe dero capellen und so etwais uberentzig zu begrebnis dero haus armen.
Es enist kein boser verreders messer | Dan das uberentzige morsel.
wann ein faß 15 eimer helt, solches sonderlich und die uberenzigen eimer auch uffzeichnen.
die sichen sollen myrken daz man in dienet durch godes ere, und insollen die sustere die in dinent nit besweren mit keiner uberenzikeide.
wann es einer oder zehen weren, wolt ich ein überentzigs thuͦn; wo wolt ich aber [...].
ein armer lantsknecht [...] hette nit vberäntziger kleider an dem begegnet ein alter barfüsser münch der trug vil tuͦchs.
Also ward die überentzig zeit mit zimlichen freuden vertriben.