übereinander,
Adv.
von konkret gedachten Größen gesagt, die räumlich oder sozial übereinander situiert sind oder situiert werden; stets in Verbindung mit einem nachfolgenden Verb.

Belegblock:

Luther, WA (
1544
):
wie ein Goldschmied einerley stuͤck silbers dicht und dick ubernander in einen klumpen schlahen [kan].
Ebd. (
1537
):
oder were jnen so angst worden, das sie selbs ubereinander gefallen und also doch im wasser verdorben weren.
Ebd. (
1537
):
von Moise also geordnet, das der Hohepriester oben an sitze, darnach die Leviten. [...] Wil er den, das keine staffen uber der andern sein? Mussen sie doch ubereinander sitzen, wen man zur Hochzeit ist oder in der kirchen, do man predigt und leret.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch (
rhfrk.
,
um 1405
):
Es ist die handt da mit ich hufeln, | Ubereinander legen und sammeln | Das ein ander erarbeitet hait.
Lichtenstein, Lindener. Katzip.
155
(o. O.
1558
):
Im landt zuͦ Meissen [...] kamen zwey bösse weiber zuͦsammen und ubereinander, die zanckten mit einander.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
455
(
oobd.
,
1607
/
11
):
5 achteggeter grosser korbschalen mit deckeln oder doppel übereinander gestürtzt.
Ebd.
1932
:
sein zwey weiblein sitzend, so das hembd uffheben und die bain uber einander schrenckhen.
Ebd.
1973
:
Ein sclavo oder moro, der die arm creutzweis übereinander schleusst.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
wie die christen [...] kämen zu nacht in ein grueb zam [...] leschten die liecht ab, fielen übereinander.