überdeihen,
V., unr. abl.
›jn. (auch: den Teufel, die Gelüste des Fleisches) / etw. (z. B. die Wahrheit) überwinden, besiegen‹; speziell: ›(Jesus Christus) durch den Kreuzestod (scheinbar) überwältigen‹; vgl. (Präp.) 11, .
Kennwort Heinrichs von Hesler (s. u.).
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Swer an dem vleische gesiget | Und den tuvel uber diget, | [...] | Deme geb ich den wizen | Kalkulum dort zu lone.
daz er
[
der schlange
?]
da wider mit rehte | mit gotlicher gute | mit geduldiger odmute | an dem holze
[durch das Holz, d. h. durch den Kreuzestod Christi; genaue grammatische Bezüge unklar]
worde uberdiget.
‚[...] Wen der lebe der hat gesiget.‘ | (Daz dutet: her hat uberdiget | Den tuvel und des vleisches not).
Swen sie
[Irrlehrer]
die warheit oberdigen, | Daz ir lugene wirt vorsigen.