überbitten,
V., unr. abl.
›sich der Fürbitte widmen‹ (als Weise des Handelns der Gottesmutter); ›sich inständig bittend an jn. wenden‹ (intrans.); ›jn. inständig, über das Normalmaß hinaus um etw. bitten, jn. durch inständiges Bitten überreden, zu etw. bewegen‹; vgl. (Präp.) 10, (V.) 1; 4.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
426, 26
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
lieff Joseph dart und hie, | bis er zwa frawen uberbat.
Ebd.
447, 35
:
ach hilffet gab ir kaine, | daz in der reich nit uberpit.
Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
des ich sie dann noch pißher alle jare kaum über pitten kan, das sie mir also darzu helfen.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 541, 31
(
Hagenau
1534
):
Du lest dich uberbitten | Recht als eyn armes weib.
McClean, Havich
3412
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
ir liebes chindos trinitet | sich dy müter uberpiten let.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
, Hs.
1535
):
so soll in ratt und gemein wider bitten das er das kunftig jar noch richter sei. mag man in nit uberpitten, so soll [...].