überbinden,
V., unr. abl.
›etw. auf etw. draufbinden‹; bildlich auch vom Salben der
sele
gesagt; ütr.: ›jm. jn. aufzwingen, jn. in eine übergeordnete Position setzen‹; vgl. (Präp.) 1; 8, 4 (ütr.).

Belegblock:

Warnock, Pred. Paulis
27, 149
(
önalem.
,
1490
/
4
):
Darnach solt du ir úberbinden und sy salben mit den creftigen krúter, den hailgen sacramenten.
Vberbinden / ein ding oben auff etwas binden.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1548
):
daß die oberkait [...] inen, den erbern geschlechten [...] unfehig personen wider brauch und gewonheit [...] wider allen iren willen überbinden, eintringen und in gleiche dignitet, erheben sollen.