übelzeit,
die
.
›anhaltende Mühe, schwere Arbeit, Anstrengung (körperlicher, auch psychischer Art)‹; auch: ›einzelner mühevoller Kraftakt‹; vgl. (Adj.) 1.
Mehrfach berichtende Texte.
Bedeutungsverwandte:
1, (
die
) 1; 3, , (
die
) 2.
Wortbildungen:
übelzeitig
.

Belegblock:

Bobertag, Schwänke (o. O.
1555
):
Also thuͦt der kauffmann mit übelzeiten den gatter zeletst selb auf vnd spricht zum bauren: [...].
Schöpper (
Dortm.
1550
):
muͤhe arbeit vnmuß uͤbel zeit vnrwe.
Lemmer, Brant. Narrensch.
57, 72
(
Basel
1494
):
Man fyndt gar vil gerechter lüt / | Die hye vff erd hant vbelzyt.
Kottinger, Ruffs Etter Heini (
ohalem.
,
1538
):
so sind’s
[
s
=
völchli
, das
d’grëchtigkeit liept
]
veracht, drum müessends’ lyden | den tod, alls bald ir guott ouch myden, | das d’übelzytt inn gëben hatt.
Ders., Ruffs Adam (
Zürich
1550
):
’s krut uff dem väld zur spyss solt niessen | und in dem schweyss din hunger büessen, | mit übelzyt, biss z’ erden wirst.
Vbel zeyt (die) Es seye am leyb oder am verstand. Labor, Operositas, Pœna, Opera. [...]. Vbelzeytig Laboriosus, Operosus.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
do sie an boden kamen und lange graben hetten und übelzeit gehapt, do [...].
Spechtler, Mönch v. Salzb.
1033
.