übelreden,
V.
›verleumderisch, schmähend, ehrabschneiderisch, lästernd über jn. reden, jn. verspotten‹; vgl. (Adj.) 1; 2,
1
3.
Wortbildungen:
übelrede
›Verleumdung‹,
übelredend
›verleumdend, schmähend‹ (dazu bdv.: , 1, 1; 2, , , ),
übelreder
›Verleumder‹ (dazu bdv.:
1
, 1, , ).

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Ignominia afficere. Schenden lästern schmähen vnbillichen beissen vbelreden.
Dicax. Schmählich spoͤttig bissig schmehig vbelredend lästerhafftig.
Luther, WA (
1512
/
8
):
Ach das er mich nur alleyn ubelhandelte und ein ketzer, abtrunigen, ubelreder und nach aller lust seins unlusts nennet, wolt ich geren haben [...]. das ist aber yn keynen weg zu leyden, das er die schrifft, vnßern trost, nit anders handelt, dann wie die saw ein habbersack.
Ebd.
391, 18
:
geht das wetter ubir mich, und byn da eyn ertzketzer, ketzer, abtrunniger, yrriger, freveler, ubelreder.
Ders., WA Br. (
1529
):
es wolle ein ehrbar Rat Zusagung tun, und dafür sein, daß nicht Euern Widersachern Gelegenheit gegeben werde mit Ubelreden von Euch.
Schwartzenbach (
Frankf.
1564
):
Affterreden. Verleumden. Schenden. Lestern. Vbelreden. Schelten.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
Die drey ubelreder Diogenis, des philosophen zu Athen.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel Var. (
Straßb.
1466
):
ob der der do ist genant ein bruͦder vnder euch ist ein gemein vnkeuscher oder ein arger oder ein diener der abgoͤtter oder ein vbelsager
[Var. 1475
2
–1518:
ubelroͤder
; nd. Bibel um 1478:
oeuel sprekender
;
Froschauer
1531:
schaͤlter
;
Dietenberger
1534 /
Eck
1537 /
Luther
1545, 1. Kor. 5, 11:
Lesterer
]
oder ein trunckner oder ein rauber: es ist [...].
Maaler (
Zürich
1561
):
Laß von dem übelreden / schwätzen / vnnd schmützen.
Vbelreder. Maledicens, Obloquutor, Obtrectator, Detractor.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
dann an ainem unsaubern, übelreden mentsch ist sich selten rain oder sauber zu machen.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
26, 16
(
mslow. inseldt.
,
1509
):
durch welcher vbelred er Zue recht gefordert worden iśt.
Raabe, Wortsch. Murner
2, 656
.