übelkönnen,
V.,
unr.; nur im Part. Präs. und subst. belegt.
im Part. Präs.: ›unwissend, ungebildet, unkultiviert; kulturell rückständig‹; als Subst.: ›Unkultiviertheit‹; vgl. (Adj.) 1, 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
6, 5 (zum Subst.), (Adj.) 7 (zum Part. Perf.).

Belegblock:

Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1548
):
so dann schon ainer von den erbern geschlechten ime zuͤgeordnet und mitgesandt wirdet, [...], muͤß er sich doch seines mitgesellens übelkinden und grobhait schemen.
Karnein, de amore dt.
78, 43
(
moobd.
,
v. 1440
):
So bin ich ain v̈belkünnendew peüerin, wo solt ich sölch hofzucht gelernt haben?
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
hab ich so vil erfaren, das unser vorvodern nit als grob übelkünnend ungeschickt leut, [...], gewesen sein.
Es singen und sagen noch von im [Erman] die Teutschen und ander grob übelkünnend nation, land und leut.