übelhandeln,
V.
›jn. übel, schlecht, böswillig behandeln‹; vgl. (Adj.) 1; 2, 2; 3; 4.
Wortbildungen:
übelhandlung
›Tätlichkeit‹; speziell: ›Schmähung, verbales Vergehen‹ (dazu bdv.: , ).

Belegblock:

Luther, WA (
1512
/
8
):
Ach das er mich nur alleyn ubelhandelte und ein ketzer, abtrunigen, ubelreder und nach aller lust seins unlusts nennet, wolt ich geren haben.
Behrend, Magd. Fragen (
omd.
,
um 1400
):
was der vorgenante vorspreche umme sulche bekante hinderrede unde obilhandelunge vorvallen sey.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
19, 1
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Gespötte und übelhandelung müßen dicke aufhalten durch warheit willen die leute.
Ebd.
25, 1
:
Wie vernichtet, übelhandelt und uneret ir [Tot] den werden menschen, gotes allerliebste creatüre.
Schultheiss, Achtb. Nürnb.
108, 19
(
nobd.
,
1383
):
F(ridrich) Part ist die stat verboten [...], daz er unbescheiden waz und messer zukt, und uͤmb uͤbel handlung gemeinclichen gen den leuten.