übeler,
der
.
›Übeltäter, Gewalttäter; Verbrecher‹; auch: ›Gegner in einem Turnier‹;
vgl. .
Im 15. Jh. auslaufend; meist Texte gebundener Form.
Bedeutungsverwandte:
1
, .
Syntagmen:
den ü. bestehen / niederstechen / schlagen
;
der ü. zu jm. sprechen, jn. anmutwillen, sich fürchten
;
j. lasterbäre als ein ü. werden
;
j. in einen ü. gewandelt sein
;
der arge ü
.

Belegblock:

Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
Da von sich Job zu aller zit | Vorchte und sach sich umme wit, | so daz man im icht lagete | [...] | Mit dem swerte oder mit gyfte | Oder mit anderleyge gestifte, | Recht als den ubeleren ist, | Di vorchten sich zu aller vrist.
Gerhard, Hist. alde e
8028
(
omd.
,
um 1340
):
Und werden also lasterber | Als ir herre, der ubeler.
Ebd.
11455
:
du [Got] syest mir gar lutzel zu, | Daz du mir wolles helfen nu. | In eynen ubeler du bist | Ken mir gewandelt inkurtzer vrist.
Adrian, Saelden Hort
6267
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
die úbeler, die suren | uf den aventuren | bestuͦnt er [Lazarus] all stechend. | [...] | er was und fuͦrt solichú daz von im vil der úbeler | der nider wart gestochen.
Niewöhner, Teichner
136, 71
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
taet im ain so swaren stich | daz er lag in seim pluͤt. | do chom der richter und nam sein guͦt | der da slueg den uͤblaͤr.
Nyholm, Füetrer. Gralepen
1328, 2
(
moobd.
,
1473
/
8
):
do sprach zu im ein arger üblaͤr: | ‚vertwalter gief, dich hat unheil verweyset!
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
15. Jh.
):
Kämen muetwiller oder üblär her auf das aigen und wollten die meins herren anmütwillen, ob sew sich der erwerten [...].