übeler,
der
.›Übeltäter, Gewalttäter; Verbrecher‹; auch: ›Gegner in einem Turnier‹;
vgl. .
Im 15. Jh. auslaufend; meist Texte gebundener Form.
Syntagmen:
den ü. bestehen / niederstechen / schlagen
; der ü. zu jm. sprechen, jn. anmutwillen, sich fürchten
; j. lasterbäre als ein ü. werden
; j. in einen ü. gewandelt sein
; der arge ü
.Belegblock:
Da von sich Job zu aller zit | Vorchte und sach sich umme wit, | so daz man im icht lagete | [...] | Mit dem swerte oder mit gyfte | Oder mit anderleyge gestifte, | Recht als den ubeleren ist, | Di vorchten sich zu aller vrist.
Und werden also lasterber | Als ir herre, der ubeler.
Ebd.
11455
: du [Got] syest mir gar lutzel zu, | Daz du mir wolles helfen nu. | In eynen ubeler du bist | Ken mir gewandelt inkurtzer vrist.
die úbeler, die suren | uf den aventuren | bestuͦnt er [Lazarus] all stechend. | [...] | er was und fuͦrt solichú daz von im vil der úbeler | der nider wart gestochen.
taet im ain so swaren stich | daz er lag in seim pluͤt. | do chom der richter und nam sein guͦt | der da slueg den uͤblaͤr.
do sprach zu im ein arger üblaͤr: | ‚vertwalter gief, dich hat unheil verweyset!
Kämen muetwiller oder üblär her auf das aigen und wollten die meins herren anmütwillen, ob sew sich der erwerten [...].