ölzweig,
der
;
–/-e
, auch
;
Klammerform aus
öl[baum]zwei(g)
.
›Zweig des Ölbaumes‹; meist in Vergleichen oder als Zeichen (für Frieden, Fruchtbarkeit u. ä.) gebraucht.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .
Syntagmen:
ölzweige auf die hütten binden
;
ölzweige
(Subj.)
den tisch umgeben
;
kinder wie ölzweige sein, den tisch wie ölzweige umsitzen, die stat voller ölzweige sein
;
der kranz von ölzweigen
.

Belegblock:

Mylius (
Görlitz
1577
):
Rami Oliuarum ölzweige.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
132, 26
(
Nürnb.
1548
):
dein weyb wirt sein wie ein fruchtbarer weinstock / vmb dein hauß herumb / Deine kinder wie oͤl zweyge vmb deinen tisch her.
Bächtold, N. Manuel. Barb.
150, 471
(
Zürich
1526
):
Wie ein winstock wirt sin wib | Fruchtbar, frücht us irem lib; | Ouch die kind werdend dabi | Den tisch umbsitzen wie die ölzwi.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
1089
(
oobd.
,
1607
/
11
):
inwendig darin ein schwan und ein krantz von ölzweig.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.,
263, 7
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Sunst kerten s’hin, da sy die künig funden | zue aim fridlichen zaichen | hetten sy ölzwey auff ir hüett gepunden.
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Goedeke, Fischart, Kinderzucht
31
.